Paroli

Paroli, sagt der Hausverstand

Will man heutzutage irgendwas machen, ein Curry kochen, sich um einen Job bewerben oder ein Unternehmen gründen, ist die erste Frage stets, was man denn an Erfahrung vorweisen kann.


Wenn schon keine Erfahrung im Berufsfeld, dann doch wenigsten eine einschlägige Ausbildung. Ein seltsamer Umstand, dass man alles schon können muss, bevor man es gemacht hat und man seinen Verstand bereits in etablierte Denkmuster gepresst hat, bevor man in einer Innovationsabteilung angeheuert wird. 

Als paroli vor einem Jahr spruchreif wurde, wusste keiner von uns, wie wir das machen sollten. Mussten wir auch nicht, denn manche Dinge sind ziemlich offensichtlich - Hausverstand. Etwa eine Website responsive zu machen, so dass sie auf allen Bildschirmen funktioniert, wenn die Zielgruppe schon junge Menschen sind, die ihren Alltag bis an die Zähne bewaffnet mit Smartphone, Tablet und Laptop verbringen. Oder dass man diese digitale Wunderwebsite dann auch ausnützt und multimediale Inhalte den Platz bekommen, den ihnen Zeitungen nicht bieten können. Uns hat es gewundert, dass das nicht ohnehin schon alle machen.


Wo bleibt der paroli-Mäzen?

Der online-Standard berichtet über die Onlineredaktionen im Land. Da ist viel von Innovationen zu lesen aber eigentlich nichts Neues – Nichts, das sich nicht auch ein paar Leute vor einem Jahr in ihrer Freizeit ausgedacht haben. Die Kollegen kochen, trotz Berufserfahrung und Ausbildung, auch nur mit Wasser und das macht uns doch sehr zuversichtlich für die Zukunft unseres eigenen Magazins.


One simple fact

Weil es auch für uns nie mehr so sein wird wie zuvor, denken wir an die nächsten Projekte für paroli. Wie können wir unsere Inhalte und Formate verbessern? Was können wir tun, um uns mit unseren Leserinnen und Lesern noch mehr auszutauschen? Welche Wege können wir gehen, um paroli finanziell auf die Beine zu bringen und dabei gleichzeitig unser Rückgrat behalten?