Erste Bilder von der Kundgebung


13:05

Protestkundgebung der Journalistinnen und Journalisten

Am Montag, den 22. Oktober 2012, findet eine Protestkundgebung in der Wipplingerstraße 15 im 1. Wiener Gemeindebezirk statt. Anlass der Demonstration ist der kürzlich gekündigte Kollektivvertrag der Journalistinnen und Journalisten durch den Verlag der österreichischen Zeitungen (VÖZ). Aus diesem Grund findet der Protest vor dem Gebäude der VÖZ statt. 

Gerade in einer Branche, in der Missstände gerne und oft aufgezeigt werden, darf bei den eigenen Missständen erst recht nicht weggeschaut werden. Solidarisch bemühen sich Redaktionen österreichweit um einen fairen und ausgeglichenen Kollektivvertrag. Hunderte Journalistinnen und Journalisten werden erwartet und hoffen auf breite Unterstützung der Öffentlichkeit, denn Arbeitsbedingungen im Journalismus betreffen nicht nur den Berufsstand selbst, sondern alle Bürgerinnen und Bürger, die an der Erhaltung demokratischer Verhältnisse interessiert sind. Journalismus ist die vierte Säule der Demokratie und gehört somit bewahrt.  

Die paroli Redaktion wird als unabhängiges Medium, ohne wirtschaftliche Interessen eines Verlages im Rücken, von dieser Veranstaltung live berichten: paroli wird ab 13:00 Uhr Interviews, Fotos, und Videos von der Kundgebung auf die Seite hochladen. 

Es füllt sich


13:20

Video von der Kundgebung

13:35

weitere Videos

13:40

Nicole Friesenbichler, Praktikantin beim ORF

13:45

„Kritischer Journalismus ist wichtig und darf nicht sterben.  Die Arbeit muss entsprechend entlohnt werden. Es ist wichtig, dass es einen Kollektivvertrag gibt, auch für die Onliner, da ihre Arbeit zu wenig geschätzt wird. Guter Journalismus in Österreich ist rar. Es wird keine Zeit mehr investiert um ausreichen zu recherchieren. Der Druck steigt. Es braucht Zeit und Geld um ausreichend zu recherchieren, das muss uns Journalismus wert sein.“

Günter Felbermayer von diepresse.com im Interview

13:45

„Hallo ich bin der Günter Felbermayr von der Mediengruppe Online arbeite bei der Presse. Wir sind dabei, weil wir einen gerechten KV wollen. Wir wollen alle erstmals in den KV reinkommen, die Onliner sind derzeit nicht drinnen. Entweder, sie sind im falschen KV Werbung und Marktkommunikation oder einfach Freie. Nur wenn wir einen neuen KV verhandeln können mit der VÖZ, können die Onliner auch hineinkommen. Das sind die Forderungen der Mediengruppe Online.“

Videocast von Robert Misik - derstandard.at

Die Journalistengewerkschaft demonstriert. Um was geht es wirklich?


Freie bei Ö1 zum Thema

14:00

Barbara Kaufmann, Ulla Ebner, Freie bei Ö1

„Wir sind heute hier, weil es uns wichtig, dass wir uns solidarisch erklären mit Kolleginnen und Kollegen. Wir sind dagegen, dass Leute in Redaktionen ausgespielt werden. Immer mehr Freie übernehmen die Arbeit zu schlechteren Bedingungen. Eine Demo ist ein symbolisches Zeichen, dass man mit etwas nicht einverstanden ist. Es ist immer besser nicht zu schweigen. Es ist wichtig, dass es einen unabhängigen Journalismus gibt. Wenn die Entwicklung so weitergeht, ist man immer mehr von Werbekunden abhängig.“

Tanja Malle, Julia Schlager, Freie bei Ö1

„Wir sind heute hier, weil die Probleme der Jungen medienübergreifend gleich sind einerseits, Prekarisierung der Arbeitsverhältnisse andererseits. Es gibt es lauter Scheinselbstständige mit äußerst geringem Lohn, trotz gleicher Arbeit zu den angestellten Kollegen. Es gibt arbeitsrechtlich kaum jemanden, der uns vertritt. Wir sind an einem Punkt, an dem die Zukunft nicht sehr rosig ausschaut und Qualitätsjournalismus sehr wichtig ist. Dabei geht es auch um ein Regulativ in der Gesellschaft und das muss gefördert werden.“

O-Töne

14:10

Rüdiger Rausch

Ingrid Brodnig vom Falter

Elisabeth Steininger

Kurt Kuch, News

14:15

„Ich bin solidarisch mit den jungen Kollegen. Journalismus sollte uns einen fairen Kollektivvertrag, faire Bezahlung und kein einseitiges Ändern der Spielregeln wert sein.“

Corinna Milborn, puls 4

14:20

05.03.2012

Analyse

Ein Gastkommentar von Robert Prazak


Markus Groll, trend und Edith Grünwald, APA

14:30

Markus Groll, trend

Edith Grünwald, APA

Oliver mark, derstandard.at

14:35

Impressionen aus der Manege


14:40

18.10.2012

Analyse

Gut ausgebildet und trotzdem schlecht bezahlt: über die neue Arbeitswelt junger AkademikerInnen.


Video Impressionen

15:00

Der paroli Ü-Wagen

15:15

Mit Bildern aus unserem Ü-Wagen bedanken wir uns für den regen Besuch!
paroli


23.03.2012

Über Paroli

Am 20. März war es endlich soweit. Die Gewalten trafen aufeinander. Hier ein Rückblick auf die Podiumsdiskussion zu den prekären Arbeitsverhältnissen der freien und jungen Journalisten in Österreich